Wohngeld

Wohnen ist teuer und weil das Wohnen ein Grundbedürfnis des Menschen ist, leistet der Staat im Falle eines geringen Einkommens finanzielle Hilfe: das Wohngeld. Dass bedeutet, wenn man wohngeldberechtigt ist, bekommt man einen finanziellen Zuschuss zu den Wohnkosten.

Es ist gesetzlich verankert, dass ein Anspruch auf Wohngeld (Wohngeldgesetz WoGG) besteht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt werden. Seit 2005 gibt es Wohngeld nur noch für diejenigen, die vom Staat nicht anderweitig unterstützt werden. Bei Hartz IV beispielsweise sind die Unterkunftskosten schon als Teil der monatlichen Bezüge berücksichtigt.

Wer erhält Wohngeld?

Entscheidend für den Anspruch auf Wohngeld sind drei Faktoren:

  • die Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder,
  • die Höhe des Gesamteinkommens,
  • die Höhe der zuschussfähigen Miete, bzw. Belastung.

Anspruch auf Wohngeld haben alle Deutschen sowie Ausländer mit aktueller Aufenthaltserlaubnis, die kein hartz IV oder BAföG beziehen. Damit soll das Wohngeld denjenigen bei der notwendigen Aufbringung der Miete oder Ähnlichem helfen, deren Einkommen für ein angemessenes Wohnen zu gering ist, die aber keine andere Unterstützung des Staates erhalten. Keinen Anspruch haben demnach auch die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft eines Empfängers für Transferleistungen.

Wie lange wird Wohngeld bezahlt und wie hoch ist es?

 

Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate gezahlt, nach diesem Zeitraum muss man rechtzeitig einen neuen Antrag stellen.

Wie hoch das Wohngeld ausfällt, hängt von deinem Einkommen ab und davon wie viele Mitglieder dein Haushalt hat. Außerdem kommt es darauf an, wieviel du monatlich für deinen Wohnung bezahlst, da Wohnkosten nicht in beliebiger Höhe bezuschusst werden. Es gibt Höchstgrenzen, wieviel deine Wohnung kosten darf, damit du wohngeldberechtigt bist. Weil die Mieten in Deutschland unterschiedlich hoch ausfallen, sind diese Miethöchstbeiträge beim Wohngeld regional gestaffelt.

Es gibt Wohngeldrechner, mit denen man sich ganz unverbindlich ausrechnen lassen kann, ob man Wohngeld bekommen würde und wie hoch es ausfallen würde.

www.geldsparen.de/inhalt/rechner/Soziales/Wohngeldrechner.php

Wohngeld für Schüler, Auszubildende und Studenten

Schüler und Studenten, die dem Grunde nach Anspruch auf BAföG haben, bekommen grundsätzlich kein Wohngeld.Das gilt auch dann, wenn man kein BAföG bekommt, weil zum Beispiel das Einkommen der Eltern zu hoch ist. Es wird dann so argumentiert, dass das Einkommen den Bedarfssatz übersteigt. Theoretisch ist man aber BAföG-berechtigt, deshalb kann man kein Wohngeld beziehen. Ein negativer BAföG-Bescheid ist also nicht ausreichend.

Das gleiche gilt auch für Auszubildende: sobald man Anspruch auf Berufausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld hat, kann man kein Wohngeld beziehen. Demnach sind alleinstehende Erstauszubildende nicht antragsbrechtigt.

Ausnahmen von der Regel gibt es allerdings, denn hat ein Student dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAföG, hat er Anspruch auf Wohngeld: Dies trifft zu

  • wenn keine dem BAföG förderungswürdige Ausbildung vorliegt (also z.B. im Falle eines Teilzeitstudiums),
  • wenn das BAföG als Volldarlehen gezahlt wird, es also als Bankdarlehen bezogen wird
  • wenn Ausländer den Wohngeldantrag stellen, die die Voraussetzungen des BAföGs nicht erfüllen,
  • wenn die Altersgrenze für BAföG überschritten wurde,
  • wenn der Abbruch der Ausbildung oder der Wechsel der Fachrichtung ohne wichtigen oder unabweisbaren Grund erfolgte,
  • wenn die Voraussetzungen für die Förderung einer weiteren Ausbildung nicht vorlagen,
  • wenn die Förderungshöchstdauer überschritten wurde und eine weitere Förderung dem Grunde nach nicht gegeben ist,
  • wenn die Ausbildung nicht im Geltungsbereich des Wohngeldgesetzes durchgeführt wird (Grenzgänger),
  • wenn der Zeitrahmen der Studienabschlussförderung überschritten wurde.

Wohngeld beantragen

Um Wohngeld zu beantragen, muss man bei der örtlichen Wohngeldbehörde einen Antrag stellen und nachweisen, dass man berechtigt ist den finanziellen Zuschuss zu erhalten. Die Nachweis- und Antragsformulare bekommt man ebenfalls bei der zuständigen Behörde. Dort erhält man auch die genauen Informationen, was zur Beantragung alles benötigt wird.

Anlaufstellen in Stuttgart:
Wohngeld muss wohnortnah beantragt werden. Für alle Bezirke findest du hier die Adressen und Telefonnummern:
www.stuttgart.de/item/show/380123

Für den Bezirk Stuttgart Mitte/ Nord ist folgende Stelle zuständig:

Sozialamt, Dienststelle Wohngeld Mitte/ Nord

Sozialamt, Dienststelle Wohngeld Mitte/ Nord

70131 Stuttgart (Mitte)
0711/ 216 37 16

» weitere Infos

Weitere Infos zum Thema

Alles aus erster Hand vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:
www.bmvbs.de/DE/BauenUndWohnen/Wohnraumfoerderung/Wohngeld/wohngeld_node.html

PDF vom BMVBS - 46 Seiten voller Tipps und Ratschläge:
www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/28918/publicationFile/205/wohngeld-2010-ratschlaege-und-hinweise.pdf

Ausführliche und übersichtliche Infos rund ums Wohngeld und den Antrag:
www.wohngeldantrag.de

Kostenloser Wohngeldrechner: Hier kannst Du ohne Gewähr einfach mal testen ob sich ein Antrag auf Wohngeld für Dich vielleicht lohnt: www.geldsparen.de/Wohngeldrechner

Für Studenten:
www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/wohngeld.php

Fotonachweis:
"Frederik Prigge" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz (by-nc)
http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de

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