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Sexting

Das Wort „Sexting“ setzt sich aus den Wörtern „Sex“ und „Texting“ zusammen und bedeutet, dass über mobile und/ oder andere internetfähige Geräte pornographische Videos und Bilder oder auch sexuell eindeutige Nachrichten verschickt werden.
Das zunächst in den USA begonnene Phänomen des „Sexting“, welches vor allem unter Jugendlichen stark vertreten ist, verbreitet sich nun auch immer mehr in Deutschland.

 

Verbreitung

Eine oft genutzte Plattform für das „Sexting“ ist unter anderem die „Snapchat“-App, welche die Bilder nach einem selbst bestimmten Zeitraum wieder löscht. Allerdings reicht die oftmals sehr kurze Zeitspanne, innerhalb der das Bild angezeigt wird, meistens schon aus, um einen Screenshot von dem versendeten Bild zu machen. Ab diesem Moment hat man keine Kontrolle mehr darüber, was mit dem eigenen Bild geschieht. Außerdem sind die Bilder im Cache und somit im Dateisystem eine Zeit lang zu finden. Weitere Plattformen, die für „Sexting“ genutzt werden, sind unter anderem „WhatsApp“ und „Vine“.

Gefahren

Was für Jugendliche jedoch als Spaß, Liebesbeweis oder Mutprobe beginnt, kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Denn ist ein Bild erst einmal im Internet vertreten, so ist es fast unmöglich, dieses dort wieder zu löschen. Die Bilder können schnell über soziale Netzwerke geteilt werden, sodass auch Freund_innen und Klassenkamerad_innen Zugang zu den Bildern haben.

Weitere unterschätzte Gefahren, die das „Sexting“ mit sich bringen kann, sind zum Beispiel, dass die Bilder auf pornographische Internetseiten gelangen oder, dass Pädophile die Bilder in ihren Besitz bekommen und die Mädchen und Jungen damit erpressen.

Rechtliche Folgen

Was viele oft gar nicht wissen ist, dass das Weiterleiten der Bilder eine Straftat ist. Unter Umständen können beim „Sexting“ sogar mehrere Strafbestände erfüllt werden:

  • Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (§§ 174ff. StGB)
  • Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften (§ 184b StGB)
  • Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornographischer Schriften (§ 184c StGB)
  • Verbreitung pornographischer Darbietungen durch Rundfunk, Medien- oder Telefondienste (§ 184d StGB)
  • Beleidigung (§ 185 StGB)
  • Üble Nachrede (§ 186 StGB)
  • Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen (§ 201a StGB)

Was kannst du tun?

  • Überlege dir genau was du verschicken willst!
  • Versende nur Fotos, bei denen es dir egal ist, wenn sie die Öffentlichkeit zu Gesicht bekommt.
  • Falls du dich unbedingt freizügig zeigen möchtest, dann orientiere dich eher an der Kunst-Aktfotografie und achte darauf, dass hierbei keine Geschlechtsteile zu sehen sind!
  • Leite niemals „Sexting“-Nachrichten weiter!
  • Erfährst du, dass deine Freunde  „Sexting“-Nachrichten verschicken oder bekommst du sogar selbst solche Nachrichten zugeschickt, dann bitte deine Freunde damit aufzuhören und informiere eine erwachsene Person deines Vertrauens!
  • Blockiere Unterhaltungen und Gruppenchats, in welchen „Sexting“-Nachrichten versendet werden!

Falls du selbst „Sexting“-Nachrichten erhalten oder versendet hast und nun Befürchtungen hast, dass dies rechtliche Konsequenzen für dich haben könnte, dann kannst du dich bei unserer kostenlosen und anonymen Rechtsberatung (NERO & NEROkidz) über mögliche Konsequenzen oder Vorgehensweisen informieren.

Fotonachweis:
"Meike Schefe Riverchild" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz (by-nc)
creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de

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