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Abschlussveranstaltung in Salzburg, 24.05. - 27.05.2009

Das war Youth Democracy - und was ist eigentlich "Mullatschack"?

Vom 24.05. - 27.05.2009 trafen sich 20 delegierte Jugendliche aus Deutschland, Portugal und Österreich in Salzburg, um im Rahmen der Abschlussveranstaltung ihre Erfahrungen und Aktivitäten auf internationaler Ebene zu präsentieren, sich darüber auszutauschen und um die Projektergebnisse auszuwerten. Jedes Partnerland hatte sich im Rahmen des Kick-Off-Meetings im April 2008 jeweils zwei Beteiligungsformen oder -ansätze aus den beiden anderen Ländern ausgewählt, um diese im eigenen Land mit den eigenen Partnern vor Ort zu erproben und geeignete Maßnahmen zur Umsetzung zu entwickeln.

Rückschau:

Was ist seit der Zwischenveranstaltung im November 2008 in
Lissabon geschehen?
Die insgesamt 20 Jugendlichen aus Stuttgart sind in Kooperation mit ihren Schulen gegangen. Ihr Vorhaben: Entwicklung eines Konzeptes für einen "Demokratieunterricht" ab Klasse 7 nach dem Vorbild der portugiesischen Partner ("How to be a citizen?"), um frühzeitiger als bisher und von "Schüler zu Schüler" Jugendliche auf einfache, ansprechende und jugendgerechte Art und Weise über ihre Partizipationsmöglichkeiten in ihrem Gemeinwesen
zu informieren. Die Jugendlichen haben das portugiesische Konzept mit fachlicher Unterstützung entsprechend umgestaltet und sind bereits mehrfach damit in Zweierteams an die Schulen gegangen. Das Konzept findet dort großen Anklang und die Schulen sind dankbar für diese Unterrichtseinheit der besonderen Art. Mal in die Rolle eines Lehrenden zu schlüpfen bringt auch den Jugendlichen ganz neue und wertvolle Einsichten, stärkt das Selbstvertrauen und auch das Verständnis für Lehrer und deren Position.
Das Konzept zur "Grundwerte- und Demokratievermittlung" ist für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren modifiziert worden. Mit Unterstützung der Stuttgarter Tänzerin und "You can dance!"-Finalistin Sarah Hammerschmidt wurde ein Hip-Hop-Workshop konzipiert. Unter dem Titel "VALUES create RESPECT – RESPECT creates ONE WORLD" haben die 8 jungen teilnehmenden Tänzer unterschiedlicher Herkunft ihre eigene "Kleine Geschichte über Demokratie" entwickelt und in eine Performance gepackt – getanzte Demokratie! Im Rahmen der 6. Jugendinfomesse zu Auslandsaufenthalten ICH MUSS WEG! im Stuttgarter Rathaus und im Rahmen von "KOMMUNOPOLI – die Gameshow zur Kommunalwahl 2009" im Kinder- und Jugendhaus Degerloch Helene P. haben sie dann ihre Performance vor großem Publikum präsentiert und gezeigt, was ihnen Demokratie bedeutet und wie sich Grundwerte tänzerisch darstellen lassen.

Ausblick:

Wie geht es weiter?

  • Ansätze aus dem alle zwei Jahre stattfindenden Salzburger Jugendlandtag werden die Jugendlichen mit Unterstützung des Dachverbandes der Jugend­gemeinde­räte in Baden-Württemberg versuchen umzusetzen.
  • Die Österreicher haben ein Projekt des Stuttgarter Jugendrates ("Jugendcafé") in Teilen übernommen und
    versucht, es in bereits bestehenden Räumlichkeiten "im Kleinen" umzusetzen. Schwerpunkt lag dabei auf der Selbst­organisation durch die Jugendlichen und darauf, dass junge Leute zusammen kommen können, ohne etwas konsumieren zu müssen bzw. die Preise klein gehalten werden können.
  • Außerdem wurde versucht, einen Jugendrat als dauerhaftes Organ der Jugendpartizipation nach dem Stuttgarter Beispiel zu installieren. Im Bundesland Salzburg gibt die sog. Jugendbeauftragten, etwas entsprechendes auf Stadtteilebene gibt es noch nicht. Hierzu bedarf es noch einiger Überzeugungs- und -aufbauarbeit – aber so engagierte Jugendliche lassen nicht so schnell locker!
  • Das portugiesische Modell haben die Salzburger im Rahmen eines Workshops im Kindergarten gestartet unter dem Motto "Welches Bild haben Salzburger Kinder von Ihrer Stadt?" Die Ergebnisse werden teilweise umgesetzt, weiter bearbeitet und mit den Kindern Partner aus dem Bereich Kinderförderung, da hier der Bereich Kinder- und Jugendförderung und die damit verbundenen Angebote in unterschiedlicher Verantwortung liegt.
  • Unter dem Motto "GemeindeRad" haben Jugendliche das anstehende Projekt zum Bau des neuen Sportzentrum selbst in die Hand genommen und konnten so an einem Arbeitstag erfahren, wie Projektplanung in der Gemeinde funktioniert, welche Partner wann eingeschaltet werden, welche Ressourcen nötig sind.
  • In Portugal haben die jungen Menschen an einer Schule beispielhaft die "Schüler-Mitverantwortung" in Form einer festen Gruppe installiert. Diese Form der Mitbestimmung gibt es bisher so in Portugal nicht. Außerdem haben die Projektbeteiligten eine Homepage entworfen, über die auch über "Youth Democracy" berichtet wird.


Die Abschlussveranstaltung in Salzburg

Beim Besuch der atemberaubenden Liechtensteinklamm/ St. Johann im Pongau, auf der Karalm bei einer zünftigen Jause, selbst gemachtem Zwetschkenschnaps (ja, mit "k"!) und Kaiserschmarrn, beim "Nageln" und nicht zuletzt beim Mullatschack spielen wurden Kontakte intensiviert, Freundschaften gepflegt, interkulturelle Kompetenzen erworben, Englischkenntnisse vertieft. Mullatschack ist übrigens ein sehr amüsantes Kartenspiel, bei dem darum geht, seine Trümpfe zu bestimmen, möglichst viele Stiche zu machen und so Punkte zu sammeln.

Auch bei "Youth Democracy" lagen die Trümpfe, die Vorzüge, die jedes Land auf der Hand hatte, sehr unterschiedlich und dennoch haben alle Beteiligten viele "Pluspunkte" für sich selbst aus dem Projekt gewinnen können und jede/r
hat seinen persönlichen "Stich" gemacht.

So antworteten die Jugendlichen, auf die Frage nach ihrem persönlichen Erfolg im Projekt:

  • ich habe andere junge Menschen kennengelernt,
  • ich konnte junge Menschen durch das Thema Demokratie erreichen,
  • ich konnte jungen Menschen ermöglichen, andere Lernformen zu erproben,
  • ich konnte persönliche Kontakte vertiefen,
  • so verschiedenartig die Ideen, Ansätze und Realitäten auch waren – wir haben versucht, sie zusammenzudenken, weil wir alle dasselbe Anliegen haben: jungen Menschen zu vermitteln, dass sie Teil unserer Demokratie und Gesellschaft sind, die sie mitgestalten können!
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